Herr Hoeness, Sie sind der Sohn eines Metzgermeisters. Woran merkt man das?
Unsere Herkunft hat mich und meinen Bruder stark geprägt. Die Eltern hatten eine kleine Metzgerei in Ulm, mein Vater stand morgens um drei in der Wurstküche, die Mutter hat im Laden verkauft und am Wochenende die Buchhaltung gemacht. Unser ganzes Leben war auf den Betrieb abgestimmt. Ich war schon immer kaufmännisch orientiert und habe samstags, wenn keine Schule war, hinter der Kasse gestanden. Ich wusste genau, was eine Lyonerwurst kostet. Ich erinnere mich an Weihnachten: Da wurde gearbeitet, bis die letzte Gans verkauft war. Am Heiligabend um zehn Uhr waren wir dann alle tot. Wir konnten gerade noch etwas Anständiges essen, dann sind wir ins Bett gefallen. Die Eltern haben uns Kinder das Arbeiten gelehrt und dass man nur durch Leistung nach oben kommt.
Was ist aus dem Betrieb der Eltern geworden?
Sie haben die Metzgerei aufgeben müssen, weil keiner der Söhne den Betrieb übernehmen wollte und der Vater dann auch krank wurde, das war schade.
Hatten Sie sich geschworen: Das will ich später im Leben nie tun?
Ich wollte nach oben, ganz klar. Ich wollte immer arbeiten, aber nicht so wie mein Vater, von drei Uhr morgens bis spätabends, ich wollte mehr Ertrag erzielen. Bei meinem Vater standen Aufwand und Ertrag in einem Missverhältnis. Das habe ich nie vergessen. Der Fussball hat mir die Möglichkeit gegeben, die soziale Leiter hochzusteigen. Wobei ich nie vergessen werde, wo ich herkomme, darauf bin ich auch sehr stolz. Der Fussball hat uns allen eine Chance gegeben. Maier, Müller, Beckenbauer, wir kamen aus einfachen Verhältnissen.
Wie fanden Ihre Eltern die Entscheidung, hauptberuflich Fussball zu spielen?
Meine Mutter war immer dagegen. Sie bestand darauf, dass ich die Schule beendete und dann an die Uni ging. Deshalb habe ich auch die ersten Jahre in München nebenbei Anglistik und Geschichte studiert. Nach zwei Jahren war ich dann aber mit zwanzig schon Nationalspieler, und da waren für meinen Geschmack Fussball und Studium zusammen nicht mehr möglich. Ich habe mich voll auf den Fussball konzentriert, hatte aber eigentlich immer den kaufmännischen Teil des Fussballs im Hinterkopf.
Als Inhaber einer Wurstfabrik sind Sie später zu Ihren Wurzeln zurückgekehrt. Wie kam das?
Mit 27 Jahren hatte ich Probleme mit dem Knie und spielte ein letztes halbes Jahr in Nürnberg. Dort traf ich einen Freund, einen Metzger, der an den Discounter Aldi Leberkäse und andere Wurstprodukte verkaufen wollte. Das lief gut an, und irgendwann, 1982, fragte Aldi, ob er auch original Nürnberger Rostbratwürstchen liefern könne. Da sah ich die Chance: Wir schickten ein Muster, ohne eine Produktionsstätte oder ein Lager zu haben, wir hatten nichts. Aldi gab uns trotzdem eine Chance. Ich nahm eine Woche Urlaub von meinem Job als Manager bei Bayern München, und fünf Wochen später lieferten wir. Heute haben wir 150 feste Mitarbeiter und sind der grösste Anbieter von Nürnberger Rostbratwürstchen. Wir machen 30 Millionen Euro Umsatz pro Jahr.
Ihr Vater wäre stolz auf Sie. Allerdings sind die Zeiten wohl kaum zu vergleichen. Erinnern Sie sich noch daran, was ein Kilogramm Rind zu Zeiten Ihres Vaters gekostet hat?
Ich weiss nur, dass wir in Deutschland die irre Situation haben, dass Schweinefleisch heute billiger ist als vor zwanzig Jahren. Das ist das Problem für den deutschen Einzelhandel. Wenn ich in der Lenzerheide, wo ich eine Ferienwohnung habe, eine St. Galler Bratwurst kaufe, so kostet sie mindestens 12 Euro das Kilo, bei Aldi in Deutschland kostet das Kilo Nürnberger Rostbratwürste 5 Euro 60. Das Preisniveau in Deutschland ist verrückt.
Viele Menschen müssen halt aufs Geld schauen. Und Geiz ist geil …
… das hat mit «Geiz ist geil» nichts zu tun. Die grosse Konkurrenz zwingt uns dazu, unheimlich effizient zu arbeiten. Wir machen hier 30 Millionen Euro Umsatz mit 150 Leuten, mein Vater hat 150 000 Mark mit sieben Leuten gemacht. Wenn Sie das hochrechnen, sind wir zehnmal effizienter und produzieren dabei ein tolles Produkt.
Was ist denn so besonders an der Nürnberger Rostbratwurst?
Die Würzung – original Thüringer Majoran –, reines Schweinefleisch, keine Geschmacksverstärker, keine Schüttung, also kein Wasserzusatz.
Gibt es Ihre Würste auch in der Schweiz?
Wir waren mit der Migros vor zwei Jahren so gut wie handelseinig. Aber das Geschäft ist dann an den Importbestimmungen gescheitert. Wir müssten 6 Euro Zoll bezahlen für ein Kilogramm, über hundert Prozent des Warenwerts also. Aber irgendwann, so hoffe ich, werden auch in der Schweiz die Zölle fallen. Oder wir werden Teil der Quote, die die Schweiz jährlich akzeptiert.
Prominente Köpfe im Fernsehen (Stefan Raab), in der Politik (Joschka Fischer) und Sie im Sport sind Metzgerssöhne. Fühlen Sie da eine Verbundenheit?
Ich bin ein grosser Freund von Joschka Fischer, aber der Beruf seiner Eltern ist mir egal. Stefan Raab kenne ich nicht persönlich, zu dem habe ich eine relativ neutrale Meinung. Der Beruf der Eltern ist sicher kein Garant, aber was man diesen Leuten ansieht, ist mit Sicherheit Ehrgeiz, Pflichtbewusstsein, Zuverlässigkeit. Das sind Werte, die dir mitgegeben werden und die auch heute Gültigkeit haben.
Wie bringen Sie solche Werte im beruflichen Alltag ein?
Ich habe zu Hause gelernt, Leistung anzuerkennen und einzufordern, aber auch etwas dafür zu geben und dabei bodenständig zu denken. Also das, was du investieren willst, erst mal zu erarbeiten. Auf meiner Firma hier ist kein Kredit drauf, alles ist abbezahlt, und wenn wir etwas kaufen, dann kaufen wir es aus dem Cashflow. Wir geben nicht mehr aus, als wir einnehmen. Dieser Betrieb sichert Arbeitsplätze, niemand wird entlassen, es sei denn, er baut Mist.
Auf dem Viehmarkt gab es noch Verträge per Handschlag, wie ist es auf dem Viehmarkt Fussball?
Bei mir gibt’s das schon, ich habe eine gewisse Menschenkenntnis, auf die ich mich verlasse.
Haben Sie sich mal getäuscht?
Einmal, bei Sebastian Kehl (Fussballprofi von Borussia Dortmund). Aber der ist ja dann auch nichts geworden. Wenn einer sich so verhält, ist das kein Mann für den FC Bayern, wer wegen ein paar Mark mehr die Chance bei uns nicht nutzt, den brauchen wir nicht.
Ihre Lebensphilosphie ist geprägt von Worten wie Wille, Demut, Bescheidenheit. Als Fussballfan bekommt man mitunter das Gefühl, genau diese Eigenschaften fehlten Ihren Spielern.
Ich weiss nicht, ob Sie die Spieler genauso gut kennen wie ich. Man kann über Bayern-Spieler nicht sagen, sie hätten keinen Willen. Wer mit 14 Punkten Vorsprung deutscher Meister wird, der muss Willen haben. Bescheidenheit ist eine Sache, die ich vorzuleben glaube, und ich glaube auch, dass das bei den Spielern ankommt. Nur ob das in der heutigen Medienwelt auch so rüberkommt, ist fraglich.
Woran liegt das?
Zu meiner Zeit kam zum Training ein Journalist. Heute gibt’s bei jedem Training sechs Fernsehkameras, acht Radiostationen und zwanzig Journalisten. In diesem Umfeld kannst du nicht bescheiden bleiben, da geht’s nur noch um den Superstar oder das Superarschloch. Da ist es extrem schwierig, Eigenschaften wie Bescheidenheit oder Zurückgezogenheit zu zeigen. Wenn du dich heute den Medien nicht öffnest, dann giltst du als lustloser Aussenseiter. Nach aussen hin, auf dem Platz, musst du aggressiv sein und ein Selbstbewusstsein auf dem schmalen Grat zur Arroganz demonstrieren, damit die anderen Angst und Respekt vor dir haben. Du willst die ja besiegen.
Wie sollte ein Spieler mit den Medien umgehen?
Als junger Spieler hast du immer das Problem der Diskrepanz zwischen Image und wahrem Charakter. Wenn du heute mit einem Journalisten von der Boulevardpresse sprichst, dann sind das Verhöre wie beim Staatsanwalt. Du musst dich unglaublich konzentrieren. Du wirst ja nicht interviewt, weil die dich kennenlernen wollen, sondern weil die mit dir ihre Zeitung verkaufen wollen. Wenn «Bild» in der heissen Phase den Olli Kahn mit seiner Freundin irgendwo erwischte, dann wussten die: jetzt verkaufen wir 300 000 Stück mehr. Und dafür waren sie auch bereit, Strafen zu zahlen wegen Verletzung der Privatsphäre. Du kommst heute nur durch, wenn du eine Rolle spielst, deinen wahren Charakter kannst du kaum mehr zeigen.
Auch sehr viel mehr Geld ist heute im Spiel. Wie ist das für Sie, wenn ein gutbezahlter 19-jähriger Fussballer sagt: Ich will mehr Geld, sonst wechsle ich den Verein.
Zunächst mal sagt das nicht er, sondern sein Manager. Aber ich muss ehrlich sein: Ich sehe nichts Unanständiges darin, wenn ein Spieler viel Geld verlangt. Entscheidend ist, dass das Geld, das er verlangt, in einem gesundem Verhältnis zu dem steht, was er zu leisten bereit ist. Nicht im Verhältnis zu dem, was er kann. Aber ich verlange Leistung gegen Geld. Wenn einer aus privaten oder verletzungsbedingten Gründen die Leistung nicht bringt, aber die Bereitschaft zur Leistung hat, bin ich schon zufrieden.
Wie messen Sie denn Leistungsbereitschaft?
Sie müssen das unter dem Stichwort Angebot und Nachfrage verstehen. Manchmal musst du einem Spieler mehr Geld zahlen, als er eigentlich leistet, weil du fürs gleiche Geld keinen besseren findest. Transfer- und Personalpolitik gehört mit zum Schwierigsten. Ein Topspieler muss so viele Fähigkeiten neben dem Spielerischen haben. Der muss dieses «Winner-Gen» haben, sich aber trotzdem integrieren können, er muss auch unter Druck Leistungen bringen können, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Viele sind gut, dann kommt das grosse Spiel, und sie versagen. Ein Spieler braucht ein gutes Umfeld, nicht nur Claqueure, sondern auch kritische Freunde.
Ihre Politik des Bodenständigen in Ehren. Aber haben Sie damit eine Chance gegen Mannschaften wie Chelsea oder Real Madrid, die mit Geld nur so um sich werfen?
Unsere Chance ist es, als Team aufzutreten, in dem jeder an seine Leistungsgrenze geht, jeder sich voll und ganz mit dem Club identifiziert. Dafür bieten wir den Spielern eine grosse soziale Sicherheit, wir schmeissen nicht jeden raus, wenn’s mal grad nicht so läuft. Wir haben nicht die Fluktuation wie in anderen Clubs. Wir fordern nicht den Erfolg, wir fordern Leistung. Aber sicher ist es schwieriger, gegen Leute wie Abramowitsch (russischer Mäzen des FC Chelsea) oder Moratti (Präsident bei Inter Mailand) anzutreten. Gerade Moratti ist übrigens ein gutes Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. Der hat jetzt 500 Millionen Euro eigenes Geld in den Verein gesteckt und bisher keinen einzigen Titel geholt. Mit dem Geld würde ich Ihnen den Gewinn der Champions League garantieren.
Was treibt diese Männer an, so viel Geld in eine Fussballmannschaft zu stecken?
Bei Abramowitsch ist es relativ einfach: Er hatte in Russland ein ähnliches Problem wie Chodorkowski, auch er würde wahrscheinlich im Gefängnis sitzen. Er hat sich aber rechtzeitig abgesetzt. Ich gehe davon aus, dass er sich irgendwie mit Tony Blair geeinigt hat. In etwa: Ich bekomme irgendwann den englischen Pass, du garantierst mir, dass ich beim nächsten Russlandbesuch nicht Probleme bekomme, dafür investiere ich hier mein Geld. Bloss: Chelsea macht jedes Jahr zwischen 60 und 80 Millionen Euro Verlust. Was passiert, wenn der Herr Abramowitsch plötzlich keine Lust mehr hat? Dann ist Chelsea das, was es vor ihm war: ein durchschnittlicher englischer Fussballverein in der ersten oder zweiten Liga. Unser System ist ein anderes: Wir haben den FC Bayern auf einer tragfähigen wirtschaftlichen Basis aufgebaut. Wir haben in den letzten 1 5 Jahren bis auf letztes Jahr nie Verlust gemacht. Deshalb noch einmal: Die Champions League zu gewinnen, ist für mich nur dann befriedigend, wenn wir das ohne Schulden schaffen.
Spüren Sie klammheimliche Freude, wenn Vereine wie Real Madrid oder Chelsea, die mit wirtschaftlich unvernünftigen Methoden arbeiten, sportlich scheitern?
Das Wort Schadenfreude kenne ich nicht. Aber es ist schön für mich zu sehen, dass du auch mit dem grössten Investment den Erfolg nicht kaufen kannst. Real Madrid ist ein sehr schönes Beispiel, die haben die tollsten Spieler, aber wenn die nicht bereit sind zu laufen, nützt es dir nichts … (Hoeness’ Mobiltelefon klingelt. Der Teamchef der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klinsmann, ist am Apparat. Hoeness verlässt den Raum und kehrt nach wenigen Minuten zurück.)
Jürgen Klinsmann ist ein Bäckerssohn …
Also, ich habe mir nie Gedanken über die Herkunft der Bundestrainer gemacht. Aber Klinsmann ist sicher auch einer, der nicht vergessen hat, wo seine Wurzeln sind. Man muss heute mehr denn je ein Vorbild sein, du musst von deinen Spielern viel verlangen, aber auch bereit sein, als erster vorneweg zu marschieren. Das wird der Klinsmann auch bei seinem Vater gelernt haben, dass man um vier Uhr morgens möglicherweise schon zwei Stunden zu spät ist, wenn um sieben die Bäckerei aufmachen soll. Das ist ein Problem der heutigen Zeit: den Jungen geht es oft viel zu gut. Ihnen wird, nicht nur im Fussball, das Leben zu leicht gemacht. Vieles ist in unserer Gesellschaft selbstverständlich geworden, deshalb haben wir jetzt diese Probleme. Es ist gar nicht schlecht, wenn in verantwortungsvollen Positionen Menschen aus einfachen Verhältnissen sitzen. Menschen, die nicht vergessen haben, woher sie kommen.
Jürgen Klinsmann lehrt die Nationalspieler mit amerikanischen Managementmethoden positives Denken. Was halten Sie davon?
Ich glaube nicht, dass «Think positive» ausreicht. Es ist bloss eine Voraussetzung für den Erfolg. Grundsätzlich bin ich sehr dafür, dass junge Leute wie Klinsmann und Bierhoff kommen. Es gibt verkrustete Strukturen in der Nationalmannschaft, die aufgebrochen werden müssen. Aber diese amerikanischen Methoden können nicht alles sein. Die deutsche Nationalmannschaft hatte nach der EM in Portugal null Komma null Selbstvertrauen. Klinsmann hat jetzt den Spielern Selbstvertrauen eingeimpft. Aber wie verhält sich die Mannschaft, wenn sie verliert? Wie verhält sich Klinsmann? Da wird sich zeigen, ob’s was taugt.
Wer wird Weltmeister?
Mit dem Publikum im Rücken, mit der ganzen Euphorie im eigenen Land trau ich unseren Jungs durchaus etwas zu. Aber wir haben viele junge Spieler, wenig Stammspieler, im Ganzen keine eingespielte Mannschaft. Im Finale steht wahrscheinlich Brasilien, vielleicht England, eher nicht Argentinien oder Holland.
Was ist das Problem der Schweizer Mannschaft?
Die Schweizer leisten hervorragende Nachwuchsarbeit, das ist nicht zu unterschätzen. Der Senderos bei Arsenal ist ein sehr interessanter Spieler. Das Problem ist, dass die Schweiz in der Breite nicht gut aufgestellt ist.
Viele Schweizer haben Schwierigkeiten, sich im Ausland durchzusetzen.
Das wird sich ändern, wenn es mehrere Spieler im Ausland probieren. Vogel, Frei, Ziegler machen das vor. Das Niveau der heimischen Liga ist natürlich zu schwach, die Basler sind das ganze Jahr über nie gefordert, und dann spielst du international und kannst das Tempo nicht mitgehen.
Letzte Frage: Erlauben Sie Ihren Spielern Wurst vor dem Spiel?
Die Spieler sollten auf ihre Ernährung achten, aber sie sollen sich nicht verrückt machen lassen. Die Ernährung muss eine Rolle spielen, aber die Lebensqualität, der Spass, die Musse gehören auch zum Leben und sind auch leistungssteigernd. Wenn die heutigen Spieler wüssten, wie Deutschland 1974 Fussballweltmeister und der FC Bayern dreimal hintereinander Europapokalsieger wurde … Da gab’s jeden Freitagabend Schweinsbraten, und unser Mittelfeldspieler Franz «Bulle» Roth hat am Samstagnachmittag einmal einen ganzen Erdbeerkuchen verdrückt und anschliessend jeden Gegner in Grund und Boden gerannt! Wenn einer nur Müsli isst, dann hat der keine Lebensqualität und ist am Ende auch nicht kreativ. Wenn ich diese Ökologen sehe in diesen Fernsehdiskussionen, die kein Fleisch essen und dann darüber debattieren – die sehen auch alle so aus! Die sind immer gegen alles und gehen zum Lachen in den Keller.
Ulrich «Uli» Hoeness wurde 1952 in Ulm geboren. Der Metzgerssohn war 1974 mit Deutschland Fussballweltmeister und gewann in den 1970er Jahren mit Bayern München dreimal den Europapokal der Landesmeister. 1979 wurde Hoeness Manager des FC Bayern München. Sportliche und wirtschaftliche Erfolge und provozierende Äusserungen gegenüber Presse und Konkurrenten machten ihn zur Reizfigur des deutschen Fussballs. Er ist Inhaber der Wurstfabrik Howe in Nürnberg.
Andreas Heller und Mikael Krogerus sind NZZ-Folio-Redaktoren.