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NZZ Folio 09/10 - Thema: Die Welt von morgen Inhaltsverzeichnis
Ein schwerer Fall
© Felix Scheinberger
Was tut ein Sterbewilliger, nachdem der Tod abgeschafft worden ist?
Von Milena Moser
Der Tag, an dem der Tod abgeschafft wurde, war ein guter Tag. Der darauffolgende – weniger. Doch da war es schon zu spät.
Der Tag, an dem der Tod abgeschafft wurde, wurde weltweit gefeiert. Vierundzwanzig Stunden lang, in allen Zeitzonen. Alle waren froh. Alle auf der ganzen Welt. Vierundzwanzig Stunden lang. Dann fiel ein Schatten auf die Feier, und die Luft wurde dick. Die Feuerwerkskörper blieben am Nachthimmel stehen, als hätten unsichtbare Hände sie im Flug aufgefangen. Noch wusste niemand, was das zu bedeuten hatte. Aber manche fragten sich bereits in diesem Moment, den Blick nach oben gerichtet: Sind das die Toten? Sind sie etwa gar nicht mehr tot?
Am Tag nachdem der Tod abgeschafft worden war, fasste ich meinen Entschluss. Ich hatte lange genug darüber nachgedacht. Zu lange. Ich wusste nicht einmal, ob meinem Antrag unter den veränderten Umständen überhaupt noch stattgegeben werden konnte. Trotzdem meldete ich mich beim Gesundheitsposten, der tief versteckt mitten im Wald lag. Der lange und beschwerliche Fussmarsch dorthin hatte in früheren Zeiten manche Behandlung überflüssig gemacht. Jetzt, da der Tod abgeschafft worden war, stellte sich natürlich die Frage, ob Gesundheitsposten überhaupt noch nötig waren.
Es war später Nachmittag, als ich die Waldlichtung erreichte. Die halbkreisförmig angeordneten Blockhütten wirkten verlassen, und auch in den davor angelegten Schwitzhütten und Heilschlammlöchern war niemand zu sehen. Doch als ich näherkam, trat ein Betreuer aus einer der Türen und begrüsste mich: «Ich bin Theo. Magst du erst schwitzen?» Er trug die typische khakifarbene Uniform der Gesundheitsapostel, ein Hemd mit vielen Taschen, aus denen bunte Lutscher herausschauten, und eine recht kurze Hose. Ich schaute hin und schaute gleich wieder weg. Theo wartete immer noch auf eine Antwort. Ich schüttelte den Kopf: Vor ihm würde ich mich nicht ausziehen.
Theo nahm mich bei der Hand und führte mich zu der kleinsten Hütte ganz am Ende des Halbkreises. Er öffnete die Tür, dann nahm er ein Bündel getrockneten Salbei aus einer seiner vielen Westentaschen, zündete es an und schwenkte es durch den Raum. Schnuppernd prüfte er die Atmosphäre, bevor er mich hineinwinkte. Zum Abschied bot er mir eine heilende Umarmung an, die ich ungelenk über mich ergehen liess. Ich war lange nicht berührt worden.
Ich lebte gegen die Ordnung. Die Ordnung schrieb etwas anderes vor: Gemeinschaft. Grosse Familienverbände, aus der Vielliebe geboren, die in offenen Räumen zusammenlebten, ohne Türen, warme Körper in grossen Betten aneinandergedrängt.
Die einen atmen aus, die anderen atmen ein, alle sind eins. Nur ich nicht.
Ich war Witwer: Einen Mann hatte ich geliebt, und der war gestorben. Danach kam nichts mehr, niemand, auch nicht unter Androhung von Strafe.
Ich legte mich auf die wassergefüllte Matratze in der Ecke und stülpte mir eine der metallenen Kappen über, die danebenlagen. Ich schloss die Augen und begann zu meditieren. Bald erschien das Bild eines friedlichen, stillen Teiches vor mir, seine Wasseroberfläche glänzte blank und ungekräuselt wie mein Geist. Ich atmete langsamer. Doch plötzlich brach die Wasseroberfläche auf, und tropfensprühend schoss eine dunkle Gestalt aus dem friedlichen Teich wie ein Pfeil: meine Grossmutter. Sie war braun und zerknittert und trug einen Anzug aus roten Dreiecken, den sie «Bikini» nannte. Sie schoss aus dem Wasser und verharrte in der Luft, vor meinen Augen. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass sie in diese Entspannungsmeditation hineinprogrammiert worden war. Trotzdem war ich froh, sie zu sehen. So froh.
Meine Grossmutter hatte mir die Welt erklärt. Seit sie tot war, verstand ich nichts mehr.
«Bist du etwa gar nicht mehr tot?» fragte ich. Würde von nun an einfach niemand mehr sterben, oder war auch niemand mehr tot, auch nicht die, die schon lange tot waren? Sandro? Meine Grossmutter?
«Das nennst du meditieren!» rief sie. «Das nenne ich einen Affengeist!» Sie lachte. Ihr Lippenstift hatte sich in den feinen Falten um ihren Mund herum verteilt, ein Strahlenkranz aus Blut. Auch an ihren Zähnen: Lippenstift. Sie nahm sie aus dem Mund, wischte sie an ihrem nassen Arm ab und setzte sie wieder ein. Ich streckte eine Hand nach ihr aus, ins Leere.
«Weisst du, wie man unsereinen noch ausgelacht hat, damals als wir aus Indien zurückkamen und zu meditieren begannen! Für verrückt erklärt hat man uns!»
«Ich weiss, Nonna, ich weiss!» Im Gegensatz zu meiner Mutter, die nur die Augen verdrehte, wenn Nonna anfing zu erzählen, hatte ich von ihren Geschichten nie genug bekommen können. So viele Zeitalter hatte sie durchlebt, so viele Inkarnationen in einem einzigen Leben!
Meine Nonna hatte sich in ein Flugzeug gesetzt und war um die halbe Erdkugel geflogen, sie hatte an stählernen Maschinen Gewichte verschoben. Sie war Auto gefahren, sie hatte telefoniert, sie war barfuss gegangen, und sie hatte einen Laptop besessen, eine schmale silberne Schachtel, in der sie all ihre Freunde versorgen und mit sich herumtragen konnte. Wenn sie einsam war, brauchte sie den Kasten nur aufzuklappen, und alle waren da. Eine wunderbare Erfindung! Doch sie trauerte ihr nicht nach. Nonna war mit jeder Zeit gegangen, sie hatte alles mitgemacht. «Go with the flow!» nannte sie es. Mit über siebzig hatte sie das grosse Umdenken miterlebt und überlebt.
Als immer mehr Kinder mit langen, dünnen und auf alle Seiten beweglichen Daumen geboren wurden, als immer mehr Neugeborene als erstes nach der Telefonkamera des Vaters grabschten und die Brust der Mutter verschmähten, als immer mehr Kinder sprachlos wurden und immer mehr Erwachsene in virtuellen Realitäten verloren gingen, als ganze Familien vor laufenden Geräten verhungerten, wurde eine weltweite Krisensitzung einberufen und beschlossen, alles elektronische Gerät abzuschaffen. Kommunikation konnte seither nur noch direkt stattfinden. Wer keine Gedanken lesen konnte, hatte keine andere Wahl, als seinen Gesprächspartner persönlich aufzusuchen. Zu Fuss. Barfuss. (Meine Mutter, ihren zuckenden Körper über einen Berg hochhackiger Schuhe geworfen, haltlos schluchzend.)
«Das war no big deal», sagte Nonna, wenn sie vom radikalen Umdenken erzählte. «Ich war ja schon einmal Hippie gewesen. Barfuss gehen, meditieren, visualisieren – das war mir alles nicht fremd. Ich konnte auf etwas zurückgreifen. Deine Mutter, allerdings?… Sie hatte es da schon schwerer, mein Junge, viel schwerer.»
Wenn sie von meiner Mutter sprach, verdrehte ich die Augen. Meine Mutter war eine Quelle der Enttäuschung und der Bitterkeit. Sie hatte nicht umdenken können, nicht einmal für mich. Die Auflehnung gegen die neue Ordnung war ihr wichtiger gewesen als alles andere. Wichtiger als ich. Ihr Horten von verbotenem Gerät, ihre virtuellen Treffen mit Gleichgesinnten brachten mich in Gefahr. Ganz abgesehen davon, dass sie sie davon abhielten, sich adäquat um mich zu kümmern. Als sie endlich abgeholt und weggeführt wurde, presste sie ein elektronisches Buch verzweifelt gegen ihre Brust, nicht mich, nach ihrem Taschentelefon streckte sie weinend die Arme aus, nicht nach mir.
Nonna hatte mich zu sich geholt. Jeden Morgen hatten wir zusammen für die Seele meiner Mutter gebetet: Möge sie glücklich sein, möge sie Frieden finden – ein Gebet, das auf der ganzen Welt ausgesprochen wurde, jeden Tag und von jedem. Die meisten Menschen waren auch tatsächlich glücklich und lebten in Frieden, nur ich, ich konnte nicht verzeihen. Ich konnte meiner Mutter nicht verzeihen, und ich konnte der Ordnung nicht verzeihen.
«Du bist einfach in die falsche Zeit geboren worden, mein Junge», sagte sie traurig, und dann ging das Licht aus, und sie war weg. Der Teich auch. Eine fremde Hand nahm mir die Meditationskappe ab, ein fremder Fingernagel verfing sich in meinen langen Haaren, ich zuckte zusammen und schaute auf. Eine rothaarige Frau stand vor mir. Sie trug den dunkelrosa Overall einer Ärztin. In seinen unzähligen Taschen steckten getrocknete Wurzeln und Kräuterbüschel, Kugeln aus Käferdung, in Glasbehältern zappelnde Maden und Blutegel. Um die Hüften hatte sie einen Werkzeuggürtel geschnallt, an dem Sprühflaschen in verschiedenen Grössen hingen. Sie zückte eine und sprühte mir etwas Rosenwasser ins Gesicht.
«Komm zu dir!» Ich schüttelte mich wie ein Hund, bevor ich zu ihr trat, mich an ihre Brust lehnte und mich von ihren heilenden Armen umfangen liess. Der dünne Stoff ihres Overalls wurde nass unter meinem Gesicht. Ich hoffte, dass sie es dem Rosenwasser zuschrieb und nicht meinen salzigen Tränen. Sie hielt mich eine ganze Weile und summte leise. Als sie mich endlich losliess, war ihre Stirn gerunzelt: «Du bist aber ein schwerer Fall», sagte sie. «Heitere Zaine!»
Ich zuckte mit den Schultern. Was sollte ich sagen? Ich war hier, um mich töten zu lassen. Falls das überhaupt noch möglich war. Typisch für mich, diesen Entschluss, wie alles, einen Tag zu lange aufgeschoben zu haben! Bis gestern waren Anträge auf Sterbehilfe von unabhängigen Ärzten geprüft, bewilligt und gegebenenfalls auf der Stelle ausgeführt worden. Man ging davon aus, dass jemand, der trotz täglichem Gebet und konstanter menschlicher Nähe nicht leben wollte, einen guten Grund dafür haben musste. Manche Menschen waren in diesem Leben einfach fehl am Platz. Andere waren müde, krank, sie konnten nicht mehr. Dafür war der Tod da. Er holte sie ab, wie Sperrgut, das am Strassenrand liegt, und entsorgte sie. Liebevoll, davon ging ich aus.
«Ich bin Doktor Linda.» Sie nahm meine Hand und führte mich in den Behandlungsraum. Wir setzten uns im Schneidersitz auf eine weiche Matte und lehnten uns an die grobe Wand. Sie nahm zwei dünne Hanfzigaretten aus einer ihrer Taschen, zündete beide an, und reichte mir dann eine. Ich schüttelte den Kopf.
«Nicht?»
«Nein.»
«Hm.» Verweigert Hilfe, konnte ich hinter ihrer Stirn lesen. Auf meine Art war ich genau so Sand im Getriebe, wie meine Mutter es gewesen war.
«Warum willst du sterben?» fragte sie. «Haben wir nicht ein schönes Leben?»
Es war ein schönes Leben, aber ich wollte es nicht mehr. Ich wollte sterben, mehr noch, ich wollte tot sein. In Sandros Armen schlafen für immer.
«Mein Mann ist tot.» So viel Zeit war vergangen, und immer noch konnte ich es kaum aussprechen. Mein Mann ist tot.
«Ein Mann?»
«Mein Mann.»
Mit der gesetzlich vorgeschriebenen Bisexualität hatte ich mich vergeblich abgemüht. Augen zu und an die Ordnung denken! Doch der weibliche Körper verwirrte mich nachhaltig. Er schien mir verkehrt, und so fühlte er sich auch an. Meine Nonna hatte es mir schon früh auf den Kopf zugesagt: «Du bist doch einfach homosexuell», hatte sie gesagt, «da kann man gar nichts machen. Monogam veranlagt obendrein!»
Ich hatte es nicht wahrhaben wollen, hatte verzweifelte Versuche unternommen, mich in die eine oder andere Gemeinschaft einzufügen. Umringt von warmen Körpern, umarmt von allen Seiten, hatte ich mich Nacht für Nacht in den Schlaf geweint. Doch eines Tages hob sich der Zeltvorhang, und Sandro streckte seinen Kopf herein. Seine dunklen Augen hielten mich fest, und ich war nicht mehr allein. Von da an gab es nur noch ihn und mich: uns. Wir stellten ein Zweierzelt auf, abseits von den anderen. Die Einehe war zwar verpönt, aber nicht gesetzlich verboten, jedenfalls nicht in ihrer homosexuellen Variante.
Trotz allen Schwierigkeiten hatten wir es immer noch leichter als heimlich verheiratete Paare, die der Heterosexualität verfallen waren. Wir wurden ausgelacht und schikaniert, und immer wieder schnitt jemand unsere Zeltwand in Streifen, aber wir mussten immerhin nicht fürchten, getrennt und in Umerziehungslager gesteckt zu werden. Nicht alle kamen aus diesen Lagern zurück. Obwohl die Umerziehung mit Liebe angetrieben wurde. Nicht alle konnten so viel vorgeschriebene Liebe ertragen. Meine Mutter zum Beispiel.
Sandro und ich lebten ein einfaches Leben. Es waren schöne Jahre, kurze Jahre. Sandro starb an einem gemeinen Schnupfen, der ihm die Nase verstopfte, bis er jämmerlich erstickte. Kurz darauf starb auch meine Grossmutter, die beinahe hundert Jahre alt geworden war, aber genug war genug – das waren ihre letzten Worte. «Genug ist genug.»
Zu diesem Schluss war ich heute auch gekommen. Einen Tag zu spät.
«Ich verstehe dich gut – ich habe selber die grösste Mühe mit der Bisexualität», sagte Doktor Linda und starrte mich hungrig an. Auf ihrem Hals hatten sich rote Flecken gebildet. Ich rutschte ein Stück von ihr weg.
«Ach was! Ich tu dir doch nichts!» Sie stand auf und ging zum offenen Fenster. In jeder Hand hielt sie eine Hanfzigarette, die sie abwechselnd zum Mund führte. Ich schwieg. Sie blies den Rauch in den frühen blauen Abend hinaus.
«Schau», sagte sie schliesslich. Ich stand auf und trat neben sie. Der Rauch blieb vor dem Fenster stehen, er schmiegte sich zwischen zwei unsichtbare Formen und verdichtete sich zu einer Zwischenform, einem Puzzlestück. So etwas hatte ich noch nie gesehen.
«Das sind die Toten», sagte sie. «Das ist jedenfalls unsere Theorie – nicht offiziell bestätigt, natürlich. Aber wir stellen es seit gestern fest: Die Luft verdickt sich. Etwas steckt in der Luft, man kann es nicht sehen, man kann es nicht berühren, aber es hält den Wind an. Den Rauch. Unseren Atem: Schau!»
Sie schloss rücksichtsvoll das Fenster, um die Toten nicht länger mit ihrem Rauch zu belästigen.
Dann hielt sie ihr Gesicht nahe an meines und hauchte mich an. Ihr warmer Atem erreichte mich nicht. «Das sind die Seelen», sagte sie. «Jeder, der je gestorben ist, ist wieder da. Jeden Tag ein bisschen mehr. Sie drängen sich aneinander, sie werden immer dichter, wenn das so weitergeht, werden wir bald ein ernsthaftes Problem haben.»
«Doktor Linda!» Plötzlich stand Theo im Raum. Wir hatten die Tür nicht gehört. Er schaute von ihr zu mir. «Wir haben ein Problem», sagte er. Er sprach zu ihr, aber mich sah er an.
«Noch eins?» Die Ärztin seufzte. Sie drückte ihre Zigaretten aus.
«Kommen Sie!» Theo schaute dabei immer noch mich an. Nur mich. Seine Augen waren blau und hell. Ich hatte in meinem Leben noch nicht in so blaue Augen gesehen. Sie erinnerten mich an die ruhige Wasseroberfläche, die ich in der Entspannungsmeditation gesehen hatte. Beinahe erwartete ich, meine Nonna in diesen Augen schwimmen zu sehen.
Plötzlich war da ein Gedanke – meiner? Seiner? Vielleicht gibt es ja doch mehr als einen Mann auf der Welt, dachte jemand. Mehr als eine Liebe im Leben. Theo nahm meine linke Hand, Doktor Linda meine rechte, zusammen traten wir aus der Hütte hinaus auf die Lichtung.
Es wimmelte vor Menschen. Alte, junge, dicke, dünne, starke, schwache. Manche sassen auf dem weichen Waldboden, manche lagen, andere hielten sich in den Armen, stützten sich. Niemand sagte etwas. Nur ihr schwerer Atem hing in der Luft, und ihre bittenden Blicke, die sie auf Doktor Linda richteten. «Hilf uns!» sagten die Blicke. «Du bist unsere letzte Hoffnung.» Plötzlich wusste ich, was diese Menschen wollten, sie wollten dasselbe wie ich.
Ich war nicht allein. Den ganzen elenden Tag lang, als ich mich auf diese Waldlichtung zugeschleppt hatte, überzeugt, der letzte unglückliche Mensch auf der Welt zu sein, waren sie da gewesen, zwei Schritte neben mir, hinter mir.
«Sie wollen sterben», sagte Theo. «Geht das überhaupt noch?»
«Keine Ahnung!» Doktor Linda schüttelte den Kopf.
«Was sollen wir jetzt tun?»
«Keine Ahnung!»
Theo sah mich an. Ich sah in Theos Augen einen glatten Teich, und ich sah meine Nonna in ihnen schwimmen.
«Go with the flow!» sagte ich und hörte sie lachen, meine Nonna.
Was sollte ich sagen? Ich war hier, um mich töten zu lassen. Falls das überhaupt noch möglich war.
In jeder Hand hielt Doktor Linda eine Hanfzigarette, die sie abwechselnd zum Mund führte. Ich schwieg.
Zur Biographie von Milena Moser
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