NZZ Folio 05/04 - Thema: Das Eigenheim   Inhaltsverzeichnis

Puff in der Landschaft

© Tobias Madörin
Samuel Gerber vor dem ersten der etwa 2000 Penta-Häuser in der Schweiz: «Ich konzipierte absichtlich Stilbrüche.» Linktext
Sein Typenhaus Penta ist das meistgebaute Einfamilienhaus der Schweiz und Samuel Gerber der heimliche Star des architektonischen Prêt-à-porter. Kann man darauf stolz sein? Ein Gespräch über echte Polstergruppen, falsche Landhäuser und scheinbar ewige Wahrheiten.

Von Andreas Dietrich

Die eigenwilligste Erfolgsgeschichte im schweizerischen Einfamilienhausbau begann mit einem Brief, der im spöttischen Ton eines frisch abgegangenen ETH-Absolventen abgefasst war. Samuel Gerber reichte vor 30 Jahren der Firma seines Vaters, Haus + Herd, einen Entwurf für ein neues Normhaus ein, das «völlig frei ist von irgendwelchen architektonischen Ideen» und «für den Schweizer Bürger als massgeschneidert bezeichnet werden kann». Es biete nebst «ins Auge gehenden Proportionen» die Möglichkeit, «an zusätzlichen Fenstern Geranien und Schmiedeisengitter anzubringen»; ausserdem werde das Haus umgeben sein «von einem makellos dichten, total unkrautvertilgten, wöchentlich dreimal motorgemähten, spiegelglatten Zierrasen». Die Ironie gipfelte in der Bitte, das Haus Tell zu nennen.

Tell wurde in Penta umbenannt und bis heute etwa 2000-mal gebaut. Es ist damit das meistgebaute Einfamilienhaus der Schweiz. Samuel Gerber entwickelte ungezählte weitere Standardhäuser, die mit kleinen Variationen gleich aussehen und zu einem festen Preis gebaut werden. In der Schweiz stehen an die 3000 von ihm entworfene Bauten. Haus + Herd war über Jahre marktbeherrschend. 1996 ging das Unternehmen Konkurs, ein Teil existiert jedoch unter dem Namen Haus + Herd Typenhaus AG weiter, unabhängig von der Gründerfamilie. Die neue Firma hat das Penta vor einigen Jahren aus dem Programm genommen.

Samuel Gerber, ehemaliges SP-Mitglied, war Architekt und Planer in seiner Firma Gerber + Flury AG, bis er 1999 als Geschäftsführer zur Immobilienfirma Livit wechselte. Seit 2003 ist er mit seinem Einmannbetrieb Simple Solutions als Berater für Stadt- und Unternehmensentwicklung tätig. Vom Typenhausbau hat er sich zurückgezogen. Samuel Gerber ist 54-jährig und bewohnt in Zürich eine Mietwohnung.

Herr Gerber, aus einer Persiflage ist das erfolgreichste Einfamilienhaus der Schweiz geworden. Lachen oder weinen Sie über diese Ironie?

Weder – noch. Der Grundgedanke war keine Ironie. Es war der Versuch zu verstehen, wovon die Menschen der Mittelschicht träumen. Und sie träumen tatsächlich von Schmiedeisengittern und Geranien an den Fenstern des eigenen Hauses im Grünen. Ihr Haus soll ein bisschen anders sein als das Hergebrachte, aber nicht zu sehr anders. Diese Menschen wollen sich einordnen, nicht profilieren. Aus intellektueller Sicht kann man ihre Bedürfnisse als lächerlich bezeichnen, aus sozialer Sicht finde ich sie liebenswürdig. Meinem Entwurf ging also eine intensive Auseinandersetzung mit diesen Menschen voraus: Wer sind sie? Was wollen sie? Das Penta wäre sonst nie ein so grosser Erfolg geworden.

Warum wurde es das?

Es ist ein gutes, einfaches, funktionelles Haus, das kleiner erscheint, als es ist, und es bietet ausreichend Variationsmöglichkeiten. Ausserdem ist es günstig und hat ein paar Fehler.

Was haben Fehler mit Erfolg zu tun?

Ich konzipierte absichtlich Fehler und Stilbrüche.Wenn das Haus die «dritte Haut des Menschen» ist, dann soll es auch Ausschläge und Unregelmässigkeiten haben. Ich baute zum Beispiel runde Bogen vor eckige Fenster: formal ein Greuel. Oder Geländer mit eingespannten Segeltüchern: funktional ein Greuel, wo jede Mutter sofort sieht, dass ihr Kind da runterfällt. Der Grund war, etwas Menschliches ins Penta zu bringen.

Jeder Mensch hat Fehler …

… und genau die mag man an ihm.

Aber deswegen noch lange nicht am eigenen Haus, für das man Hypotheken abstottert.

Es geht um Psychologie: Einem Durchschnittsbürger fällt der Kontakt mit einem Klugscheisser schwer. Er hat Angst, er könnte sich blamieren. Wenn Sie aber in ein Haus kommen, das ein paar Fehler hat, dann entspannen Sie sich. Sie merken: Dieser Architekt steht nicht über Ihnen, das Haus ist nicht perfekt, die Situation ist diskutabel. Bei einem elitären Architekten dagegen gibt es nichts zu diskutieren. Er weiss alles besser und ist nicht bereit, von seinen Vorstellungen abzurücken. Seine Dialogfähigkeit besteht höchstens darin, dass er Ihnen einen Prozess anhängt, weil Sie den falschen Aschenbecher auf den Designertisch stellen.

Dagegen halten Sie eine Art von «Architektur wider besseres Wissen»?
Für mich ist es eine Architektur der Menschenkenntnis. Vor 30 Jahren, als ich das Penta entwarf, hatte jeder Einfamilienhausbauer in der Schweiz das Bedürfnis, eine Polstergruppe zu haben und eine Wohnwand. Das waren feste Bestandteile des Status. Die elitären Architekten bauten die Häuser so, dass man garantiert keine Wohnwand und garantiert keine Polstergruppe aufstellen konnte, weil sie das spiessig fanden, unter ihrem Niveau. Ich sagte mir: Die Leute sind in Ordnung, wie sie sind. Sie wollen eine Wohngarnitur, sie sollen sie haben. Also sorgte ich dafür, dass es im Penta eine genügend lange Wand gab, wo sie placiert werden konnte. Man muss als Architekt den Menschen nicht etwas anderes aufschwatzen, als sie wollen. Wenn einer mit seinem Leben zufrieden ist, wie es ist, oder er auch nur meint, er sei zufrieden, dann kann man ihm dazu doch nur gratulieren.

Wollen Sie die Menschen nicht auch beeinflussen?

Das will jeder Architekt. Nur wollen das die Menschen nicht. Sie wollen sich gezielt nicht mit einem Architekten auseinandersetzen. Deshalb entscheiden sie sich ja für ein Typenhaus. Denn die Auseinandersetzung mit dem Architekten ist schlimmer als mit dem Psychiater. Ein «guter» Architekt stellt Fragen, hinterfragt Ideen, widerspricht. Das gibt Diskussionen, und die fürchten viele Leute. Sie wollen sich keine Gedanken darüber machen, wer sie sind und was sie wollen.

Man wählt den Weg des geringsten Widerstands?

Überspitzt formuliert, ist es der Weg ins Puff. Wer ein Typenhaus will, geht absichtlich zur Hure. Er weiss im Voraus, wie in der Prostitution, was es kostet und was er ungefähr für sein Geld bekommt. Daneben kann er aber auch noch ein Stück weit – und mehr will er nicht – mitbestimmen. Zum Beispiel möchte er an sein Haus einen Wintergarten kleben oder die Fenster rosa statt weiss streichen, das ist alles möglich.

Am Schluss hat man zwar seine eigenen vier Wände, ein Dach über dem Kopf und den Garten davor – aber wäre Bauen nicht auch ein kultureller Akt?

Sicher, nur ist das für die wenigsten Bauherren von Belang. Ein Haus ist ein Grabstein zu Lebzeiten. Man wird durch sein Haus verkörpert, man teilt sich mit. Dessen sind sich die meisten aber nicht bewusst.

Das ist bei einem Eigenheim, das wenig Eigenes hat und das andere auch haben, allerdings kaum der Fall.

Das stimmt so nicht. Jedes Typenhaus ist ein bisschen anders, und diese kleinen Variationen reichen aus, um Eigenständigkeit zu markieren. Aus der Perspektive eines Marsmännchens sind alle Menschen gleich. Dennoch ist jeder anders. Auch bei Typenhäusern genügen kleine Unterscheidungsmerkmale bei weitem, um zu entscheiden, was einen anspricht und was nicht. Mir sind Menschen sympathisch, mit denen ich mich einen Abend lang gut unterhalten kann, ohne dass sie mir ihr Auto vorführen oder mir die Kellersauna zeigen müssen. Sie leben aus sich selber heraus und nicht von materialisierten Statussymbolen. Und so sind mir auch die gestalterisch zurückhaltenden Häuser sympathisch, die Sparsamkeit zum Ausdruck bringen, die mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an Erlebnisgehalt vermitteln. Für mich tut das das Penta.

Sie haben nicht nur Typenhäuser entwickelt, sondern auch Einzelanfertigungen auf Auftrag gemacht. Welche Bauherren waren Ihnen lieber?

Ich habe mir abgewöhnt, die Leute in Kategorien zu sehen oder Architektur in «gut» und «schlecht» einzuteilen. Auf der einen Seite sind die Architekten, die sich auch als Künstler verstehen und Reduktion predigen: Kunst ist die Kunst des Weglassens. Auf der andern Seite all jene, die sagen: Je mehr wir reinstellen, je mehr Material wir verwenden, je mehr verschiedene Türklinken, je mehr korinthische, dorische, romanische Säulen, desto besser. Reduktion oder Vielfalt, hier die elitäre Welt, da die pseudomondäne. Ich will das nicht zynisch sehen. Wenn einer die Mittel hat, sich vom Stararchitekten etwas bauen zu lassen, das am Ende mehr mit dem Architekten als mit ihm selber zu tun hat, ist er für mich kein schlechterer oder besserer Mensch als einer, der ein einfaches, unambitiöses Haus ab Stange nimmt.

Aber das Bescheidene scheint Ihnen näherzuliegen?

Schlichtheit ist das Charakteristikum guter Typenhäuser. Sie stellen keine formalen, gestalterischen Ansprüche an die Menschen, die darin wohnen. Und das gibt den Menschen die Chance, sie selber zu sein.

Sind einfachere Einfamilienhäuser auch besser für das Landschaftsbild?

Einfamilienhäuser beeinflussen das Bild der Landschaft grundsätzlich nicht positiv. Diese Siedlungsform ist unstrukturiert, Häuschenweiden sind krebsartig.

Sie sind aber nicht ohne Schuld. Als Typenhausbauer gehören Sie zu den Tätern.

Ich weiss. Und ich bin nicht furchtbar stolz darauf.

Sie haben sich die Hände schmutzig gemacht.

Das tut man als Indianer immer, wenn man an Mutter Erde etwas verändert.

Ich bitte Sie, das ist arg esoterisch.

Das finde ich nicht. Es trifft auf jede Verletzung der Lebensgrundlagen zu. Jeder von uns ist daran beteiligt. Klar war es mein Ziel, verdichtet zu bauen. Aber das klappte nur selten. Erstens bestehen oder bestanden lange Zeit die politischen, planerischen Voraussetzungen dazu nicht. Zweitens haben die Menschen das Bedürfnis, allein und ungestört zu wohnen; sie haben es satt, dass ihnen der Nachbar auf dem Kopf herumtrampelt. Ausserdem wollen jene Leute, bei denen der soziale Status eine Rolle spielt – und das sind mindestens 90 Prozent der Einfamilienhausbauer –, zum Ausdruck bringen, dass sie es zu etwas gebracht haben.

Und dazu muss das Häuschen frei stehend sein?

Für die Mehrheit ist die frei stehende Villa etwas der guten, reichen Leute und das Reihenhaus etwas der armen. Offenbar stehen die Reichen in der Wertschätzung immer höher als die Armen. Ein grosses Haus ist ein gutes Haus, ein kleines ist ein Truckli. Der Durchschnittsmensch bemisst den Wert von Architektur nach der Grösse des Hauses, nicht nach gestalterischen Qualitäten. Schauen Sie sich einen «Tatort» im Fernsehen an: Die Reichen sind zwar immer Mörder und Fotzelcheibe, aber sie wohnen in diesen grossen Landhäusern. Kein Zuschauer fragt sich: Möchte ich sein wie die, ein Mörder, Verbrecher, Abzocker? Sie sagen bloss: Ein solches Haus möchte ich auch haben. Die Verbindung zu allem, was damit impliziert ist, wird nicht gemacht. Die Klischees spielen. Wenn sie von Kindsbeinen an solche Häuser als Idealbild des arrivierten Menschen sehen – wo sollen sie plötzlich die Idee hernehmen, dass sie das vielleicht gar nicht brauchen? Sie bauen sich ein frei stehendes Einfamilienhaus, und später stellen sie zwei Säulen dazu, damit die Frau der Nachbarin zeigen kann, dass ihr Mann befördert worden ist.

Wie gross ist der Anteil der Typenhäuser am Schweizer Einfamilienhausmarkt?

Zwischen 15 und 20 Prozent, schwer zu sagen. Denn wo ist der Unterschied zwischen der Typenhausfirma und dem Architekten, der sich wiederholt? Jeder hat in der Schublade Pläne von Häusern, die er mal gebaut hat, und die zieht er bei Bedarf hervor. Dann macht er kleine Änderungen, damit er sich nicht blamiert, er will ja nicht als Fertighausbauer dastehen. Aber im Wesentlichen ist es dasselbe. Und mit viel Geduld werden am Ende ja auch die Häuser der Architekten mal fertig.

Ohnehin verschwimmen die Grenzen. Auch im normalen Bau wird vermehrt standardisiert und vorfabriziert.

Heute werden sicher mehr vorfabrizierte Teile verwendet, aber das gab es schon immer. Das Haus, das meine Familie bewohnt, hatte mein Vater 1955 gebaut: ein Plattenbau. Le Corbusier baute Fertighäuser, Hannibal schleppte Fertighütten über die Alpen, die Bauernhäuser sind nichts anderes als Typenhäuser – das ist uralt. Aber in der Schweiz steht man nicht konsequent zur Vorfabrikation. Man versucht, auch aus dem Vorfabrikat ein Knusperhaus zu machen. Die fixfertig gelieferten Holzelemente werden mit Kunststoffmörtel verputzt, damit es aussieht wie ein gemauertes Landhaus.

Dennoch wandelt sich das Image. Früher galten Typenhäuser als Low-Budget-Bünzlitum, heute werden sie auch von Designern und Stararchitekten wie Norman Foster, Diener & Diener oder Aldo Rossi entworfen.

Diese Versuche sind gescheitert. Niemand will solche Häuser. Design ist in diesem Markt einfach nicht sehr gefragt. Was zählt, war schon immer das fast, aber nicht ganz Gewöhnliche, der Festpreis, zu wissen, was man kriegt, die Sicherheit – damit hat es sich.

Es gibt heute mehr Anbieter und damit auch mehr Haus typen: Landhaus, Pseudochalet, Trendschachtel, Protzvilla, wie es euch gefällt.

Damit ist es nicht besser geworden. Nur die Verwirrung ist grösser. Gestalterisch ist es verheerend. Die Bernoulli-Häuser in Zürich etwa finde ich wunderschön. Oder mit einer Siedlung aus lauter Penta kann ich zur Not auch leben; denn das Penta verhält sich zurückhaltend, es ist einfach ein Hüsli. Inmitten von all dem Kitsch strahlt es heute sogar eine Noblesse aus. Die Wiederverkäuflichkeit ist übrigens ein weiterer Grund, weniger ambitiöse Architektur zu machen. Ein Haus ist auch ein Investment. Phantasiehäuser, die auf eine Person zugeschnitten sind und voller verrückter postmoderner Ideen stecken, sind relativ rasch vergänglich und werden nutzlos. Aber genau aus solchen bestehen die Patchworkhaufen in den Agglomerationen. Diese Vielfalt, A wählt B aus dem Katalog, Y entscheidet sich für Z, der SVP-ler will ein Krüppelwalmdach, der SPler ein Pultdach – natürlich kann man sagen: Das ist schlecht.

Was soll man sonst sagen? Es ist doch schlecht.

Man kann auch sagen: Das ist gut. Denn man sieht, wie wenig die Leute miteinander zu tun haben. Diese Siedlungsstrukturen mit völlig unterschiedlichen Einfamilienhäusern sind ein wahrheitsgetreues Abbild unserer Gesellschaft. Ein Zeitdokument, so wie es die Altstadt von Murten auch ist. Ich beklage die Zersiedelung heute nicht mehr. Wie wir uns in den beziehungslosen Siedlungen präsentieren, so sind wir.

Aber diesen «Pelz aus Kleinhaussiedlungen», vor dem schon 1954 Max Frisch warnte, kann man trotzdem nicht gut finden. Das ist keine Frage der Ästhetik, sondern des besinnungslosen Landverschleisses.

Richtig. Aber damit sagen Sie auch, dass Sie die Gesellschaft, wie sie sich im Mittelland entwickelt hat, nicht gut finden. Die Siedlungen sind bloss ein Spiegel. Die Quartiere sind anonym, weil die Menschen anonym sein wollen. Die suchen nicht ununterbrochen den Kontakt zum Nachbarn. Sie haben letztlich ja gebaut, weil sie von den nachbarschaftlichen Abhängigkeiten in der Mietwohnung genug hatten. Das alles ist sehr, sehr fragwürdig – aber so ist unsere Gesellschaft.

Sie überschäumen nicht vor Idealismus. Man könnte auch anders bauen wollen, so, dass die Menschen mehr miteinander zu tun haben.

Versuche mit verdichteten Siedlungen sind in der Stadt oder der näheren Umgebung zum Teil auch gelungen. Aber der Markt auf dem Land funktioniert völlig anders. Klar kann der Idealist sagen, dass wir das mit weniger Landverbrauch hätten machen können, mit weniger Umweltverschmutzung, mehr Zusammengehörigkeit – man baut zehn verdichtete Einfamilienhäuser und verpflichtet sich, gleichzeitig ein Mietshaus für Asylanten zu bauen. Aber das sind abstruse Ideen, die niemanden interessieren. Mit den Idealisten unter den Architekten will keiner ein Einfamilienhaus bauen.

Zersiedelung und Landverschleiss schreiten unaufhaltsam voran. Soll man einfach zuschauen?

Ich glaube, dass sich das von selbst regeln wird. Die Häuschenweiden laufen sich zu Tode, weil man eines Tages wahrscheinlich wieder das Bedürfnis nach mehr Urbanität hat. Es kann sein, dass eine Generation nachwächst, die mehr sozialen Kontakt haben will als die heutigen Einfamilienhausbewohner. Die sind wie die Bauern, auf deren Land sie gebaut haben. Früher hatte man eine Lebensgemeinschaft mit dem Grossvater im Stöckli und den Kühen im Stall, heute hat man das Auto im Stall und den Grossvater im Altersheim.

Andreas Dietrich ist NZZ-Folio-Redaktor.


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