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Leserpost zu Editorial -- Spätes Erwachen NZZ Folio Alles öko! 03/10
Besten Dank für das grüne Folio! Die Beiträge haben wunderbar gezeigt, wie trendy "öko" heute ist und wie vielfältig und manchmal heikel die Umsetzung von Lösungsideen ist. Vermisst habe ich in diesem Reigen die Darstellung eines Verbandes, der seit nunmehr 21 Jahren beharrlich und zielstrebig Schweizer Unternehmen auf den Pfad der Nachhaltigkeit führt: Öbu, das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften ist gemäss meinem Kenntnisstand die grösste, älteste und immer noch innovativste Organisation für Ökologie in der Wirtschaft. Öbu leistet einen unschätzbaren Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit ihrer 360 Firmen-Mitglieder. Boris Grell, Zürich
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Leserpost zu Unter Strom NZZ Folio Alles öko! 03/10
Ihr Artikel "Unter Strom" brachte mich persönlich im wahrsten Sinne des Wortes "unter Strom".
Zitat: "Wer zum Beispiel in Chur wohnt, erfährt rein gar nichts über die Herkunft seines Stroms".
Und dann machten Sie wahrscheinlich einen kleinen (grossen) Überlegungsfehler, indem Sie meinten,
der ganze Kanton Graubünden werde durch die Rätia Energie mit Strom beliefert.
Die Stadt Chur bezieht ihren Strom vornehmlich vom EWZ. Unter dem Link,
http://www.ibchur.ch/ww/de/pub/energie/elektrizitaet/qualitaet_strom.cfm
wird dies, wie es das Gesetz vorschreibt, transparent deklariert.
Man kann sich darüber streiten, ob der Strom-Mix der Stadt Chur genügend ökologisch
ausgewogen ist oder nicht, aber klar deklariert ist er! Alfred Janka,
Direktor IBC Energie Wasser Chur
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Leserpost zu Die Müllschlucker NZZ Folio Alles öko! 03/10
Sicherlich gehören ins Öko-Folio (März 2010) auch Berichte über Projekte, deren Seriosität nicht über alle Zweifel erhaben ist. Wenn der Autor des Beitrags - wie Marcel Hänggi über den Klimahandel - den Überblick über dasThema hat und die richtigen Fragen aufwirft, kann ein guter Artikel resultieren.
Beim Beitrag über Cradle to cradle vermisse ich diesen Überblick. Es reicht nicht, einen Abschnitt lang unmotiviert Kritiker zu zitieren. Wie kann Ute Eberle in vollem Ernst von Energiegewinnung "aus der chemischen Reaktion zwischen Frisch- und Salzwasser" schreiben? Wie kann sie Flugzeugsitzen, "die biologisch so gesund gefärbt sind, dass man sie notfalls essen könnte" ein Foto widmen, ohne anzumerken, dass dadurch die Ökobilanz des Flugverkehrs nicht einmal marginal verbessert wird? Hat sie nicht gemerkt, dass die Popularität von C2C vor allem darauf beruht, den Leuten das zu erzählen, was sie gerne hören - nämlich dass sie munter weitermachen dürfen wie bisher? Daniel Heierli, Zürich
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Leserpost zu Don Quijotes Erben NZZ Folio Alles öko! 03/10
Ich frage mich, was Sie dazu bewegt, einen „Doomsday-Propheten“ über Greenpeace berichten zu lassen. Diese Organisation lebt von der Klimakatastrophen-Hysterie, schürt sie, nicht um die Welt zu verbessern, sondern um an Geld (aus Spenden) zu kommen. Von dem Autor Bernhard Pötter werden Sie nie erfahren, dass nur 4 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes vom Menschen verursacht wird. Jürgen Zapf,
Luxemburg
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Leserpost zu Don Quijotes Erben NZZ Folio Alles öko! 03/10
Andere Umweltorganisationen sind nicht nur neidisch auf die Medienpräsenz von Greenpeace, wie Sie auf Seite 32/33 schreiben, sondern vor allem auf die Gelder, welche diesem Weltkonzern für seine Kampagnenmaschine zufliessen. Sie, diese vielen Anderen, möchten diese Gelder für ihre Projekte einsetzen, welche direkt Verbesserung für die Umwelt bewirken würden. Denn: Emotionen schaffen Voraussetzungen, aber erst Massnahmen führen zu wirksamen Verbesserungen. Sie verlangen echte Leistungen und müssen in Taten umgesetzt werden, damit sie zur Wirkung kommen.
Zwei Mitarbeiter von Greenpeace haben in einer Publikation: „Oeko-Optimismus“ den unglaublichen Erfolg, unterstrichen, innert 25 Jahren die Denkweise weltweit gundlegend zu verändern. Sie zeigen die Mechanismen dieses Konzerns und nehmen auch kritisch und wissenschaftlich Stellung zu den medienwirksamen Aussagen der Umweltorganisationen: Greenpeace, WWF u.a. (die von ihren bedrohlichen Prognosen leben). Werner Jauslin, Alt-Ständerat, Muttenz
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Leserpost zu Der Klimahandel NZZ Folio Alles öko! 03/10
Der Aussage, die CO2-Abgabe und der Emissionshandel seien ökonomisch gleichwertig, muss widersprochen werden. Anstatt planwirtschaftlich einen Preis vorzuschreiben, gibt der Staat beim Emissionshandel lediglich das Reduktionsziel vor und überlässt es den Akteuren, Preis und Aufteilung der Lasten zu bestimmen. Während bei der Abgabe mähdrescherartig über alle Produzenten umweltschonend oder verschmutzend hinweg gekürzt wird, profitieren beim Emissionshandel in revolutionärer Weise nachhaltige Unternehmen. Nur hier kann die Politik die quantitative Reduktion steuern, während die CO2-Abgabe im Output unberechenbar bleibt. Josef Alkatout, Genf
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Leserpost zu Don Quijotes Erben NZZ Folio Alles öko! 03/10
Wie stoppt man eine japanisch Walfangflotte?
Ganz einfach. Greenpeace empfiehlt weltweit
den Konsumenten: Kauft keine japanischen
Produkte mehr bis die Japaner die scheinheilige
Abschlachtung zu „Versuchszwecken“ völlig
eingestellt haben. In maximal 2 Wochen ist
der Spuk vorbei. Die ganze Welt versteht nur
Geld, Money und Gewinn. Ich verstehe nicht,
warum die Non-Profit-Organisation dies nicht
schon lange empfiehlt. Das Schlauchboot-
fahren ist ja abenteuerlich, aber letztentlich
wirkungslos. Wir Konsumenten haben die
Kraft und das Können schlechte Systeme
nieder zu reissen und die Welt nachhaltig
zu verändern. Aber jemand muss mit der
Fahne vorausgehen. Kurt Kym, Bennwil
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Leserpost zu Editorial -- Spätes Erwachen NZZ Folio Alles öko! 03/10
Paul K. Driessen hat zum Thema Oeko-Imperialismus ein lesenswertes Buch verfasst, welches die Problematik der herrschenden Oeko-Welle aufzeigt.
Bio-Landwirte und Grossverteiler werden nicht müde, die Vorteile von Bioprodukten anzupreisen. Die höheren Preise dieser Erzeugnisse mögen wegen des Mehraufwandes oder kleinerer Erträge begründet sein. Was mich an der Sache stört ist die Absicht, Bioprodukte generell als gesünder oder hochwertiger darzustellen oder erscheinen zu lassen als normale nach dem strengen Schweizerischen Lebensmittelrecht erzeugte Nahrung. Unsere Lebensmittel waren noch nie so gut wie heute! Fehler und Täuschungen werden leider unabhängig von der Produktionsweise immer wieder vorkommen. Noch am Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte die landwirtschaftliche Produktion weitgehend ohne Kunstdünger und Pestizide. War das der Idealzustand? Nur war damals die Nahrungsmittelversorgung einer viel kleineren Bevölkerung unsicher. Teuerung und Hunger waren bekannte Erscheinungen. Ich glaube nicht daran, dass wir jene Zustände, so idyllisch sie uns heute scheinen mögen, wieder zurückwünschen. Ohne modernes leistungsfähiges Saatgut, Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel inklusive Gentechnolgie lässt sich der wachsende Nahrungsmittelbedarf der Menschheit nicht befriedigen. Hans Jordi, Braunau
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Leserpost zu Editorial -- Spätes Erwachen NZZ Folio Alles öko! 03/10
Ich habe Ihr Heft bisher immer mit Freude gelesen und mich über die gute Qualität gefreut. Nun kommt eine Ausgabe zu einem Thema, mit dem ich mich seit 10 Jahren beruflich beschäftige - und enttäuscht mich schwer: Ihre Journalisten schreiben einseitig, falsch und reisserisch (Beispiele folgen). Beispiel 1: Unter Strom, S. 28
Gemäss Herrn Schenk bringt sein Wechsel zu Ökostrom in Zürich nur den Fischen etwas, aber dem Klima nichts. Wer aber in Bern oder Aarau auf Ökostrom wechselt, so der Autor, kann mehr für die Umwelt bewirken.
Nun ist es aber so, dass nicht nur in Bern oder Aarau ein Grossteil des Stroms aus Kernkraft stammt, sondern auch in Zürich. Damit bringt der Wechsel zu Ökostrom auch in Bern oder Aarau nur den Fischen etwas (und natürlich den Elektrizitätswerken, die in Ihrem Heft so fleissig inserieren). Zu erwähnen wäre noch, dass Atomstrom zwar Sicherheitsrisiken bei Betrieb und Entsorgung birgt, aber dem Klima eben auch überhaupt nicht schadet: Die CO2-Emissionen beim Abbau von Uran sind nämlich verschwindend gering im Vergleich zu den Emissionen aus dem Betrieb von Gas- und Kohlekraftwerken.
Beispiel 2: Unter Strom, S. 30
In Deutschland liefern Windturbinen 8 Prozent des Stroms, in Spanien schon 14 Prozent. Der Rückstand der Schweiz lasse sich nicht mit dem Wetter erklären, der Grund sei ein politischer, schreibt der Autor.
Das ist natürlich Unsinn. In Deutschland und Spanien stehen die Windparks an der Küste, wo etwa doppelt so viele Windstunden gezählt werden wie an guten Standorten in der Schweiz. Die Gründe für den Boom in Deutschland und Spanien sind eben sowohl die dortigen Windverhältnisse als auch die politisch gewollte Förderung.
Interessant wäre in diesem Zusammenhang, dass Atom- oder Kohlestrom wesentlich nützlicher sind als Windstrom, weil Windturbinen nur dann die Versorgung sichern, wenn der Wind auch bläst.
Beispiel 3: Klimahandel
Marcel Hänggi stellt den zugegebenermassen komplizierten Emissionshandel korrekt und anschaulich dar. Aber er vergisst bei aller Detailkritik, auf den Hauptvorteil und einzigen Daseinszweck des Emissionshandels hinzuweisen: Dank dem Emissionshandel in der EU hat CO2 heute einen Preis! Man kann getrost der Ansicht sein, CO2-Steuern seien das bessere Instrument, aber wo in der Welt gibt es sie denn heute (und woher weiss der Staat, wie hoch die CO2-Abgabe sein soll)? Dank dem EU-Emissionshandelssystem fahren seit 5 Jahren Unternehmen wie das SW Bremen ihre Kraftwerke herunter, wenn ein effizienteres Kraftwerk den gleichen Strom billiger und mit weniger CO2-Emissionen erzeugen kann.
Auf der letzten Seite dann die grössten Fehler: Theoretisch sollte der Emissionshandel irgendwann von allein schrumpfen, schreibt Hänggi. Das stimmt wohl, aber erst, wenn niemand mehr eine Tonne CO2 ausstösst -- dann hat sich das Instrument selber überflüssig gemacht. Es wird aber sicher nicht passieren, weil sich die Grenz(vermeidungs)kosten annähern; das steht so sicher in keinem Lehrbuch. Der Hinweis auf die vermeintlich nächste Blase ist, mit Verlaub, reiner Populismus. Die Quelle, Rolling Stone Magazine, ist auch nicht gerade bekannt für Wirtschaftsjournalismus. Urs Springer, per E-Mail
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Leserpost zu Don Quijotes Erben NZZ Folio Alles öko! 03/10
Ein bisschen Recherche, z.B. zu Brent Spar, oder eine Nachfrage beim Gründungsmitglied Patrick Moore hätten aus dieser dem NZZ Folio unwürdigen Jubelstory einen neutralen Bericht über die im Umgang mit der Wahrheit und in der Wahl der Mittel gar nicht zimperliche Organisation machen können. Otto Wildgruber, Dormitz (D)
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